Die CDU Neckar-Erms beglückwünscht die drei Preisträger des diesjährigen Nobelpreises für Wirtschaft, deren Arbeit eine herausragende Bedeutung hat.

Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaft wurde am 14. Oktober den bekannten Wissenschaftlern Abhijit Banerjee, Esther Duflo und Michael Kremer zugesprochen für ihren "experimentellen Ansatz zur Linderung der globalen Armut". Die CDU Neckar-Erms beglückwünscht die drei Preisträger, deren Arbeit eine herausragende Bedeutung hat.

Die Bedeutung liegt insbesondere in der Abkehr von schematischen und ideologischen Methoden, die in der Bekämpfung der Armut nicht nur unzureichende Ergebnisse hatten, sondern auch von einem falschen Menschenbild ausgehen.

In hervorragender Übereinstimmung mit der "Sozialen Marktwirtschaft", wie sie in Deutschland von Ludwig Erhard geprägt worden ist und hier sensationell erfolgreich war, gehen die Laureaten von der einzelnen Person aus. Sie haben durch intensive Studien mit Dialog mit realen Menschen deren Lebenslagen und Motivation erforscht und daraus Rückschlüsse gezogen, von denen das Nobelkomitee sagt: "Die Forschungsergebnisse der Preisträger - und die der Forscher, die in ihre Fußstapfen treten - haben unsere Fähigkeit, die Armut in der Praxis zu bekämpfen, dramatisch verbessert."

Die beiden Preisträger Abhijit Banerjee und Esther Duflo haben gemeinsam das Buch "Poor Economics" verfasst, dessen mehrdeutiger englischer Titel für die deutsche Übersetzung (erschienen 2015 im btb-Verlag) beibehalten wurde. Die Vergabe des Nobelpreises verstehen wir als eine starke Empfehlung, dieses wichtige Buch (erneut) zu lesen.

Hier zwei Zitate aus dem Buch, die grundsätzlich aufschlussreich sind und uns als CDU aus dem Herzen sprechen:

"Das Verblüffende ist, dass selbst Menschen, die so arm sind, uns in fast allem gleichen. Wir haben dieselben Wünsche und Schwächen; die Armen sind nicht weniger rational als andere, ganz im Gegenteil."

"Wenn wir das träge, schematische Denken aufgeben, das jedes Problem auf die gleichen allgemeinen Prinzipien reduziert, wenn wir den Armen richtig zuhören und uns bemühen, die Logik ihrer Entscheidungen zu verstehen, wenn wir akzeptieren, dass wir uns irren können, und jede scheinbar noch so vernünftige Idee strengen empirischen Tests unterziehen, dann werden wir nicht nur in der Lage sein, effektive Maßnahmen zu entwickeln, sondern auch besser verstehen, warum die Armen so leben, wie sie leben. So mit Geduld und Verständnis gewappnet, können wir Armutsfallen entdecken, wo wirklich welche sind, und herausfinden, welche Werkzeuge wir einsetzen müssen, um den Armen aus diesen Fallen herauszuhelfen."

Herzlichen Glückwunsch an die Preisträger!

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